8. März 2021: Feministischer Kampftag

Foto: © Susi Altrichter

Foto: © Susi Altrichter

Als solidarischer Zusammenschluss von @kritische_medizin_berlin, @doctorsforchoicegermany, @msfc_berlin, @perioden.system, @betterbirthcontrol & @feministische.medizinerinnen waren wir am 8. März 2021 auf den Straßen Berlins unterwegs.

Hier könnt ihr unser Statement nachlesen:

Den internationalen feministischen Kampftag wollen auch wir Medizinerinnen* nutzen, um gemeinsam für einen ganzheitlich gesunden Umgang mit allen Menschen dieser Welt einzutreten.

Machtstrukturen im Sinne des Patriarchats, des Kapitalismus und der weißen Hegemonialherrschaft schaden uns allen. Es ist uns daher wichtig, diese Strukturen zu identifizieren und zu benennen, um sie dann zu dekonstruieren und durch faire und gleichberechtigte Strukturen zu ersetzen. Wir beginnen dafür bei uns selbst, da Jede* von uns diese Machtstrukturen verinnerlicht hat. Wir müssen aktiv gegen eine Reproduktion dieser arbeiten.

Wir dürfen nicht zulassen, dass kapitalistische, monetäre Maxime uns daran hindern entgegen unseres Mitgefühls, unserer Würde und unseres Respekts füreinander zu handeln. Der klinische Alltag sieht allerdings nach wie vor anders aus. Eindimensionale Analysen und Betrachtungen führen uns in die Irre. Sie führen zur Ungleichbehandlung, denn sie bilden nicht die Realität ab. Es wird an der Zeit das anzuerkennen und weiterzudenken.

Wir müssen unsere Patient*innen mehrdimensional denken; sowie unsere Therapieansätze, unsere Definition von unserem Ärztin*beruf und unseren Feminismus. Wir brauchen intersektionalen Feminismus in der Medizin.

Wir setzen uns gegen Paragraphen ein, die die sexuelle Selbstbestimmung und Sicherheit von Frauen und Menschen mit Uterus negieren. Wir wollen unsere Patient*innen informieren, ohne dafür kriminalisiert und angefeindet zu werden.

Wir fordern menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Wir können die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer realen oder zugeschriebenen Merkmale im Gesundheitssektor nicht akzeptieren. Jegliche Form der Diskriminierung, explizit Sexismus, Rassismus, Trans-, Homofeindlichkeit, Ableismus haben in der Medizin nichts verloren. Wir wollen die Autonomie und Würde unserer Patient*innen schützen.

Solange es Ungerechtigkeit gibt, solange Menschen weltweit unbegründeterweise mit unterschiedlichem Maß gemessen und medizinisch behandelt werden,

BLEIBEN WIR LAUT.

Gemeinsam für intersektionalen Feminismus in der Medizin.

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